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Ordnung für das Sportgelände in Senzig-Waldesruh
vom 11.9.1993 in der Fassung vom 11.9.1999

1 Grundlagen der Nutzung und des Zusammenlebens
2 Ordnung und Sicherheit
3 Sport und Freizeitbeschäftigung
4 Natur und Umwelt
5 Pflege und Erhaltungsarbeiten
6 Zelte, Hütten und Wohnwagen
7 Leitung und Verwaltung
8 Gäste
9 Schlußbestimmungen
10 Anlagen

Das Gelände dient der übernahme der sportlichen Traditionen der seit 1929 hier bestehenden Vereine und Gemeinschaften der körperlichen Betätigung und Gesundheitsförderung durch Ausübung des Breitensports sowie der Erholung und Freizeitgestaltung aller Mitglieder und Gäste. Wichtig ist uns dabei die Bewahrung des FKK-Gedankens.

Die nachstehende Ordnung legt die Rechte und Pflichten aller Geländenutzer im Interesse eines harmonischen, von gegenseitiger Achtung, Rücksichtnahme, Toleranz und Solidarität getragenen und dem Schutz der Natur dienenden Zusammenlebens fest.

Grundlage sind die Vereinssatzung, der geltende Pachtvertrag und der Entschädigungsvertrag zur Nutzung der Badestelle und des Sees.

Alle Nutzer des Geländes sind zur Einhaltung der gesetzlichen und öffentlich-rechtlichen Vorschriften, insbesondere des Umwelt-, Pflanzen-, Boden- und Gewässerschutzes sowie der Landschaftspflege verpflichtet (siehe Pachtvertrag § 7 Abs. 6).


1 Grundlagen der Nutzung und des Zusammenlebens
1.1 Dauernutzer des Geländes sind die entsprechend der Satzung aufgenommenen Vereinsmitglieder.
1.2 Dauernutzer sind zu jeder Zeit zum Betreten des Geländes berechtigt. Kinder unter 14 Jahren dürfen sich nur mit den Erziehungsberechtigten oder mit der Aufsicht Beauftragten auf dem Gelände aufhalten. Weiterhin kann das Gelände von Gasturlaubern und Tagesgästen besucht werden (siehe Gebührenordnung).
1.3 Mitglieder dürfen Zelte bzw. Klappfixe, Hütten und Wohnwagen entsprechend Pachtvertrag § 7 Abs. 1.2 auf Grundlage der Zelt und Hüttenordnung (siehe Anlage II) bzw. der Hinweise für Wohnwagenaufstellung (siehe Anlage III) aufstellen.
1.4 Die sportliche Betätigung hat entsprechend ihrer gesundheitlichen und gemeinschaftsfördernden Wirkung eine herausragende Bedeutung und wird von der Leitung entsprechend § 2 Abs. 1 der Satzung organisiert und gefördert.
1.5 Das Gelände hat FKK-Charakter. Die Mitglieder und Besucher bewegen sich deshalb bei entsprechendem Wetter unbekleidet, soweit die Sichtgrenzen auf dem Gelände eingehalten werden. Gebadet wird grundsätzlich unbekleidet.
1.6 Gemeinschaftssinn und ehrliches Verhalten bestimmen unser Zusammenleben. Wir duzen uns.
1.7 Kindern, Jugendlichen und Senioren gilt unsere besondere Fürsorge.
1.8 Naturschutz ist eine wichtige Verpflichtung aller Geländenutzer.
1.9 Alle Dauernutzer tragen zur Pflege und Erhaltung des Geländes bei.
1.10 Zur Einhaltung der Geländeordnung, die auch die Einhaltung von Ruhe und Ordnung in der Gemeinde Senzig einschließt, sind die Mitglieder und Gäste verpflichtet. Für die Einhaltung durch die Kinder sind die Eltern bzw. die mit der Aufsicht Beauftragten veranatwortlich.
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2 Ordnung und Sicherheit
2.1 Mitglieder und Gäste tragen sich sofort nach dem Betreten des Geländes in das Gelände- bzw. Gästebuch ein. Falls dabei die Mitgliedskarte nicht vorgelegt wird oder Beitragsrückstände bestehen, sind die für Gäste festgelegten Gebühren zu zahlen.
2.2 Das Haupttor ist beim Betreten und beim Verlassen des Sportgeländes zu verschließen. Die Mitglieder sowie die Gasturlauber haben dazu gegen Entgelt einen Torschlüssel zu erwerben.
2.3 Das Parken von Kraftfahrzeugen ist mit deutlich sichtbarer Parkkarte nur an den ausgewiesenen Stellen zulässig. Dabei ist die Parkordnung zu beachten. Kraftfahrzeuge dürfen das übrige Gelände nur an den zum Zeltauf- und -abbau festgelegten Tagen bzw. mit einer speziellen Genehmigung des Vereinsvorstandes befahren.
2.4 Das Radfahren ist nur auf den Hauptwegen (siehe Anlage I / Skizze) gestattet.
2.5 Mittagsruhe auf dem Gelände einschließlich der Badestelle gilt von 13.00 bis 14.00 Uhr. Nachtruhe ist von 23.00 bis 7.00 Uhr einzuhalten. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Vereinsvorstandes. In den Ruhezeiten ist jeglicher Lärm zu vermeiden. Das Autofahren ist in dieser Zeit auf dem gesamten Gelände untersagt.
2.6 Radios und andere Geräuscherzeuger sind so leise zu halten, daß Nachbarn nicht belästigt werden können.
2.7 Privater Baulärm oder die Erholung anderweitig beeinträchtigende Arbeiten aller Art sind vom 1. bis 30. Juni an den Wochenenden und vom 1. Juli bis 31. August generell nicht zulässig.
2.8 Hunde und Katzen dürfen nicht aufs Gelände mitgebracht werden. Andere kleine Haustiere nur, wenn sie niemanden stören.
2.9 Die Brandschutzbestimmungen sind einzuhalten.
2.10 Propangasanlagen sind entsprechend den dafür festgelegten Regelungen zu betreiben. Für die notwendige Abnahme der Anlage ist der Nutzer verantwortlich.
2.11 Das Rauchen ist auf dem Gelände nur auf der Raucherinsel gestattet!
2.12 Leinen sind in mindestens 1,90 Meter Höhe und nur in unmittelbarer Nähe des Zeltes oder der Hütte zu spannen.
2.13 Das Verwenden von Glasgefäßen, Flaschen mit Kronverschlüssen und Getränkedosen an der Badestelle und an oder auf Kinderspielplätzen ist nicht gestattet.
2.14 Für das Baden und Schwimmen im See gilt die Badeordnung. Der Rettungskahn darf nicht zweckentfremdet genutzt werden.
2.15 Der Aufenthalt auf dem Gelände, die Nutzung der Einrichtungen und Anlagen auf dem Gelände und das Baden im Nutzungsbereich des Geländes geschehen auf eigene Gefahr.
2.16 Die Entsorgung von Müll und Fäkalien erfolgt nur während der Zeltsaison. Die Müllbehälter dienen nur der Aufnahme des täglichen Kleinmülls, alle anderen Müllarten, vor allem Sperrmüll, sind selbst außerhalb des Geländes zu entsorgen. Kraftfahrer sollen jeden Müll selbst außerhalb des Geländes entsorgen.
2.17 Besondere Informationen erfolgen mit Gongzeichen:
Feueralarm:langanhaltendes Gongenoooooooooooooooo...
Unfall o.ä.:8 Schläge, wiederholt mit Pausenoooooooooooooooo ...
Gemeinsame Veranstaltungen:5 Schlägeooooo
Bei Feueralarm haben sich alle Anwesenden zweckmäßig bekleidet und mit Spaten und Eimer sofort am Gong einzufinden.
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3 Sport und Freizeitbeschäftigung
3.1 Der Sportbetrieb trägt volkssportlichen Charakter. Ein vielseitiges Angebot wird angestrebt, an dem sich die Mitglieder und Gäste beteiligen können.
3.2 Die Nutzung von Sportbooten auf dem Zeesener See ist entsprechend den Bestimmungen für Gewässer 2. Ordnung (Fischereigewässer) auf schwertlose Boote, wie Ruder- und Faltboote, begrenzt. Ihre Nutzung setzt die Anmeldung beim Vereinsvorstand und die Entrichtung der erforderlichen Jahresgebühr voraus.
3.3 Boote sind nach der Nutzung sofort wieder an Land zu nehmen und von der Badestelle zu entfernen.
3.4 Das Angeln ist von oder an den Badestegen nicht gestattet.
3.5 Der Gebrauch von Schußwaffen jeglicher Art, einschließlich Luftdruckwaffen, ist auf dem Gelände nicht zulässig.
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4 Natur und Umwelt
4.1 Alle Mitglieder sind verpflichtet, auf Sauberkeit des Geländes zu achten. Hierbei obliegt den Eltern und Erwachsenen eine besondere Vorbilds- und Afsichtspflicht für die Kinder. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Sauberkeit der Toiletten und dem Umfeld der Mülltonnen. Alles, was den Waldboden verunreinigt, ist von jedem umsichtig wegzuräumen.
4.2 Seife, Wasch- oder Spülmittel und andere Schadstoffe dürfen nicht ins See- und Grundwasser gelangen und dürfen an den Wasserentnahmestellen, im und am See nicht verwendet werden.
4.3 Der Schilfgürtel des Seegebietes darf nicht geschädigt werden.
4.4 Das Waschen und Putzen von Kraftfahrzeugen und anderen Maschinen ist auf dem Gelände nicht gestattet.
4.5 Das Vergraben und Vergießen von nichtpflanzlichen Abfällen und Hausmüll ist verboten.
4.6 Bäume dürfen nicht mit Nägeln und Schrauben beschädigt werden. Abbindungen mit Draht oder Leinen dürfen das Wchstum der Bäume nicht behindern.
4.7 Schadbäume können nur nach Zustimmung des Vereinsvorstandes beseitigt werden. Die Holzverwertung steht ausschließlich dem Verpächter zu. Sollten sich aus dem Aufwuchs gefährdende Situationen für Gebäude, Alalagen, Zelte und Hütten ergeben, sind bei dem Verseinsvorstand beantragte notwendige Veränderungen am Aufwuchs durch den Verpächter zu bestätigen (siehe Pachtvertrag §9 Abs. 1).
4.8 Nester, Baue, Ameisenhaufen und ähnliche Anlagen sind zu schützen. Das Jagen und Quälen von Tieren ist untersagt.
4.9 Anpflanzungen müssen dem Charakter des einheimischen Kiefern- und Mischwaldes entsprechen. Sie dürfen die forstwirtschaftliche Nutzung und die vorhandenen Zufahrtswege nicht beeinträchtigen.
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5 Pflege und Erhaltungsarbeiten
5.1 Jeder Dauernutzer ist verpflichtet, sich an den Arbeiten zum Nutzen der Gemeinschaft entsprechend den Festlegungen zu beteiligen.
5.2 Dauernutzer ab dem 16. Lebensjahr sind verpflichtet, eine festgelegte Anzahl von Stunden der Arbeit zum Nutzen der Gemeinschaft auszuführen oder zu bezahlen. Altersrentner oder Bezieher von Rente wegen Erwerbsunfähigkeit sind von dieser Pflicht befreit.
5.3 Gemeinschaftsanlagen und -einrichtungen einschließlich der Werkzeuge und Sportgeräte sind pfleglich zu behandeln. Mutwillige Zerstörungen sind vom Verursacher zu beheben. Unverschuldete Beschädigungen gehen nicht zu Lasten des Verursachers, müssen aber umgehend gemeldet werden.
5.4 Werkzeuge können ausgeliehen werden. Sie sind nach Gebrauch unverzüglich und unaufgefordert zurückzugeben.
5.5 Die private Stromnutzung aus dem öffentlichen Netz (Laden der Akkus, Hüttenbau usw.) ist genehmigungs- und gebührenpflichtig. Auf Stromnutzung besteht kein Anspruch.
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6 Zelte, Hütten und Wohnwagen
6.1 Der Aufbau eines Zeltes bzw. Klappfixes, einer Hütte oder eines Wohnwagens auf dem Gelände bedarf der Genehmigung des Vereinsvorstandes. Bei Wohnwagen ist zusätzlich die Genehmigung des Verpächters erforderlich.
6.2 Für die Nutzung von Zelten, Hütten und Wohnwagen ist ein Geländebeitrag zu entrichten.
6.3 Für den Auf- und Abbau der Zelte müssen die vom Vereinsvorstand bekanntgegebenen Termine eingehalten werden. Ausnahmegenehmigungen erteilt der Vereinsvorstand.
6.4 Für die Ordnung und Sauberkeit in der Umgebung der Zelte, Hütten und Wohnwagen sind die Nutzer verantwortlich.
6.5 Abgrenzungen durch Zäune, durch Anpflanzungen oder in anderer Form sind zwischen Zelten, Hütten und Wohnwagen nicht statthaft. Um die natürliche Erdkrume zu erhalten, sollte der Wald nicht "gefegt" werden
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7 Leitung und Verwaltung
7.1 Die Verantwortung für das Leben auf dem Gelände und seine Nutzung entsprechend der vorliegenden Geländeordnung trägt der von den Mitgliedern gewählte Vereinsvorstand.
7.2 Der Vereinsvorstand ist unter Einbeziehung der von ihm eingesetzten Kommissionen oder Personen verantwortlich für die Durchsetzung der Geländeordnung. Den auf den jeweiligen Festlegungen fußenden Entscheidungen ist ungeachtet einer dagegen vorgesehenen Beschwerde Folge zu leisten.
7.3 Der Vereinsvorstand informiert in einem herauszugebenden Programm (Arbeitsplan) über Aufgaben, Veranstaltungen und Termine auf dem Gelände.
7.4 Der Vereinsvorstand führt in der Zeltsaison regelmäßig Sprechstunden durch.
7.5 Der Vereinsvorstand führt monatlich Sitzungen durch, die öffentlich sind.
7.6 Das Gelände ist in Bürgermeisterbereiche aufgeteilt. Diese werden jeweils von einem Bürgermeister geleitet, der alle 3 Jahre von den Mitgliedern des Bereiches gewählt wird.
7.7 Die Bürgermeister können zur Unterstützung ihrer Arbeit Mitglieder aus ihrem Bereich heranziehen.
7.8 Die Bürgermeister werden fallweise zu den Vorstandssitzungen eingeladen. Sie besitzen Beratungsrecht für grundsätzliche Entscheidungen, die das Gelände oder ihren Bereich betreffen.
7.9 Bürgermeister und ihre Vertreter sind gleichzeitig Mitglied der entsprechenden Kommissionen des Vereins.
7.10 Die Bürgermeister sind in ihrem Bereich für die Einhaltung der Geländeordnung verantwortlich. Sie besitzen dafür entsprechendes Weisungsrecht.
7.11 Aufgabe der Bürgermeister ist es:
a) in ihrem Bereich für Ordnung und Sicherheit zu sorgen (Brandschutz einschließlich Kontrolle der Abnahme von Propangasanlagen, Sauberkeit, Aufenthalt der Gäste u.ä.),
b) Standplätze für Zelte, Hütten und Wohnwagen entsprechend den Festlegungen des Vereinsvorstandes zuzuteilen,
c) entsprechend dem Jahresplan die Dienste in ihrem Bereich zu sichern,
d) in den Zeiten zwischen den Geländeversammlungen die Mitglieder über Beschlüsse und Entscheidungen des Vereinsvorstandes zu informieren.
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8 Gäste
8.1 Nur Mitglieder haben das Recht, in Abstimmung mit den Bürgermeistern, Gäste einzuladen. Sie sind für ihre Gäste verantwortlich (Einhaltung der Geländeordnung, Bezahlung der Gebühr usw.).
8.2 Zurückhaltung bei der Einladung bzw. beim Mitbringen von Besuch gehört zu der Gepflogenheiten auf dem Gelände.
8.3 Gäste haben für Aufenthalt und Nutzung des Geländes eine Gebühr gemäß der Gebührenordnung zu entrichten.
8.4 Zeil- und Wohnwagenurlauber haben einen Antrag an den Vereinsvorstand zu stellen.
8.5 Übernachtungen von Gästen sind vom Gastgeber vorher beim Bürgermeister anzumelden.
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9 Schlußbestimmungen
9.1 Bei Verstößen gegen die Geländeordnung (einschließlich der Festlegungen des Pachtvertrages) spricht der Vereinsvorstand öffentlich einen mündlichen oder schriftlichen Verweis oder den Ausschluß aus.
9.2 Bei mutwilligen Zerstörungen oder Beschädigungen von Gemeibschaftseigentum oder nicht genehmigten Eingriffen in die Natur hat der Verursacher den Schaden zu ersetzen oder ein Bußgeld zu zahlen.
9.3 Annahme und Änderungen der Geländeordnung erfolgen auf einer Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.
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10 Anlagen
I Geländeplan
II Hüttenordnung
III Wohnwagenordnung
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